Das Pferd als aufmerksamer Beobachter und Assistenzcoach

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ja bereits darüber gesprochen, dass das Pferd im Pferdegestützten Coaching nicht eine Art von Arbeits- oder Therapiegerät ist. Sondern im Grunde selbst so etwas wie ein Coach. Denn mit großer Aufmerksamkeit und Sorgfalt analysiert es das Verhalten der Teilnehmer und reagiert darauf. Und genau das ist ja der wichtigste Teil des Coachings!

Es ist kein Zufall, dass das Pferd so große Augen und so große, um 180 Grad drehbare Ohren besitzt. Für frei in der Natur lebende Pferde ist genaue Beobachtung überlebenswichtig. Das gilt nicht nur für Gefahren, vor denen sie fliehen können, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Das gilt auch für das faszinierende, für Menschen oft kaum wahrnehmbare Sozialverhalten in den Herden.

Pferde beobachten viel genauer als wir selbst

Gruppen und Herden von Pferden können oft recht komplex aufgebaut sein: Mit mehreren Hengsten und vielen Stuten, deren Zusammenleben durch eine Hierarchie genau geregelt ist. Und anders als bei uns Menschen ist diese Hierarchie nicht nach außen durch Besitz und Statussymbole abgebildet – sie findet nur in den feinen Nuancen des Verhaltens statt über die Körperhaltung: Die Ohren, die Lippen, der Schweif und der Kiefer können zusammen mit Lauten die wichtigsten Signale senden.

Pferde lernen aber über die Rangordnung auch, indem sie andere Pferde und ihre Interaktion beobachten. Deshalb sind sie, wenn sie mit Menschen zusammenleben, auch an unsere Körpersprache und Signale gewöhnt und machen sich schnell ein Bild davon, ob sie uns folgen wollen oder nicht. Mit eleganter Präzision verstehen sie die Teilnehmer eines Coachings und haben auch ihre Wege, dem Teilnehmer mitzuteilen, was sie von seinem Führungsstil halten. Damit sind sie der perfekte Assistenzcoach!

Wie du mit dem Pferd zusammen erfolgreich coachst – Train the Trainer

Deine Aufgabe als Pferdegestützter Coach ist vor allem, den Kontakt zwischen Teilnehmer und Pferd zu vermitteln und dem Teilnehmer zu helfen, die Signale, die das Pferd ihm gibt, besser zu verstehen. Du stellst Fragen, die deine Teilnehmer im Veränderungsprozess unterstützen und kreierst Übungen, in denen sie diese Veränderung nachhaltig spüren und verinnerlichen. Wie Du das machst, zeige ich Dir in meiner Ausbildung. Du wirst das Ausdrucksverhalten und das Fühlen, Denken und Beobachten der Pferde genau kennenlernen – und ich erkläre Dir, wie Du damit eine Verbindung zwischen Pferd und Teilnehmer herstellen kannst.

Wenn Du mit einem Pferd als Assistenzcoach arbeitest, dann musst Du natürlich auch verstehen, wie sich seine Arbeitsweise von unserer unterscheidet: Wann Du dem Pferd etwas mehr Zeit geben musst, oder welche Übung mit dem Pferd jetzt für Deinen Teilnehmer am besten ist. Deshalb bringe ich Dir in meiner Ausbildung kein streng geplantes Coachingprogramm bei – sondern wie Du, individuell und zusammen mit dem Pferd, Deine Teilnehmer dabei unterstützen kannst, ihr Ziel zu erreichen. Individuell und mit ganz viel Freiheit und Unabhängigkeit!

LG

Deine Franziska

# Train the Trainer

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