Der erste Buchvertrag – lass los und vertraue darauf, dass du dein Ziel erreichst!

Ich wusste immer, dass ich irgendwann ein Buch schreiben würde. Ja, als Kind sagte ich schon selbstbewusst und selbstsicher: „Später, wenn ich groß bin, schreibe ich ein Buch!“ Die Reaktion meiner Eltern war natürlich vorhersehbar: „Ja, ja mein Kind…“

Nicht sehr aufmunternd, aber davon ließ ich mich nicht abhalten. Kein Gedanke und kein Wort konnte mich von meinem sicheren Gefühl und Wissen, später mal ein Buch zu schreiben, abhalten. Niemals habe ich daran gezweifelt, sondern immer vertraut. Darauf vertraut, dass sich die Dinge fügen und jedes Hindernis mich letztendlich an mein Ziel bringen würde. Immer!

Was ist durch mein Vertrauen entstanden?

Nun könnte der Eindruck entstehen, dass ich auf dieses große Ziel hingearbeitet habe. Nein, habe ich nicht. Im Gegenteil: Durch mein großes Vertrauen konnte ich loslassen. Komplett! Ich wusste ja immer, dass sich zum richtigen Zeitpunkt alles ergeben würde.

Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen und ich freue mich so riesig, dass ich es kaum in Worte fassen kann! Natürlich geht es um das Coaching mit Pferden. Näheres dazu bald…

Mit dem Buchvertrag ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig das Loslassen und Vertrauen im Leben sind!

Pferde sind wahre Meister im Loslassen!

Wir können so viel von Pferden lernen, wenn wir uns täglich darauf einlassen. Ja, ich meine wirklich täglich und auch dann, wenn es mal unbequem ist. Ich kenne das aus eigener Erfahrung – es gibt Tage, da möchte man einfach nur, dass es „läuft“, ohne gespiegelt zu werden. Weil die Selbstreflexion natürlich auch anstrengend sein kann. Ich sehe so häufig Pferdebesitzer, die sich auf diese Selbstreflexion mit ihrem Pferd nicht einlassen. Nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil sie es nicht wissen. Wenn ihnen bewusst wäre, welch unbezahlbaren Coach sie da an ihrer Seite haben, der wirklich nur das Allerbeste für sie will, dann würden sie sicher weniger schimpfen, kämpfen und könnten so manches mal loslassen! Zum Beispiel den Druck, dass es nun klappen muss. Die hohen Anforderungen an sich und an ihr Pferd. Oder auch das Gefühl, dass sie ihr Pferd in jeder Situation bestimmen und kontrollieren müssen. Loszulassen würde für beide Seiten mehr Motivation und Freiraum bedeuten.

Loslassen erzeugt bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl, weil sie Angst haben, etwas zu verlieren, z. B. die Kontrolle. Nicht loszulassen, kann hingegen auch sehr egoistisch sein. Das Gegenteil habe ich vor kurzem in einem wunderbaren Filmausschnitt gesehen: Ein Cowboy befreit mit seinem Pferd Hunderte von Wildpferden aus Gefangenschaft. Er reitet auf eine Erhöhung und beobachtet die davon galoppierenden Pferde, deren Wunsch nach Freiheit sie immer schneller werden lässt, so dass der Boden bebt! Er sitzt auf seinem Wallach und plötzlich sieht man in seinem Gesicht einen schmerzhaften Ausdruck der Zerrissenheit. Er kämpft sichtlich mit sich. Dann steigt er ab, nimmt den Sattel ab und entfernt die Trense. Ein letztes Mal umarmt er sein Pferd, seinen treuen Partner, der ihn viele Jahre lang begleitet und getragen hat. Während ihm die Tränen in die Augen schießen, gibt er seinem Pferd einen Klaps auf den Po und signalisiert ihm damit, dass er rennen soll. In die Freiheit. Der Herde hinterher. Bei dem Bild, das ich gerade vor Augen habe, schießen mir fast selbst die Tränen in die Augen: Das Pferd galoppiert davon und hat Mühe, den Anschluss zu finden. Dann erreicht der Wallach die Herde und galoppiert mit ihr davon! In die Ferne und und in Freiheit! – Loslassen kann also einer der größten Liebesbeweise sein! Loslassen schafft Freiräume und Freiheit!

Eines der größten Bedürfnisse für Pferde ist Vertrauen!

Sie folgen nur demjenigen, der ihnen Respekt, Aufmerksamkeit und Klarheit entgegenbringt. Sobald Pferde mit uns zusammen sind, legen sie ihr Leben in unsere Hände. Das klingt nun vielleicht pathetisch, aber so ist es, weil sie Fluchttiere sind. Nur wenn sie uns vertrauen, folgen sie uns. Bin ich nicht klar, in dem was ich tue, bleibt ein Pferd stehen, weil ich nicht weiß was ich will und das Pferd mir dementsprechend nicht vertraut. Ich habe während eines Paar-Coachings schon erlebt, dass mein Pferd und Co-Trainer Chessy eine Stunde (!!!) stehen geblieben ist, weil das Paar absolut planlos war. Für mich sicher eine der längsten Stunden meiner Coaching-Laufbahn. Während dieser Stunde habe ich alles gegeben, um die zwei in den gewünschten Gefühlszustand zu bringen. Theoretisch hatten sie natürlich einen sehr konkreten Plan von ihrer Zukunft, gefühlt haben sie es jedoch nicht. Nach einer Stunde hatte ich sie dann soweit: Sie trabten mit Chessy durch die Halle! Noch klarer hätten sie nicht sein können! (Deshalb ist das Coaching mit Pferden so wertvoll und bereichernd für das Leben: Pferde emotionalisieren Menschen. Immer wieder erlebe ich in meinen pferdegestützten Coachings und Seminaren, dass „Kopf-Menschen“ zu „Bauch-Menschen“ werden. Mit Hilfe der Pferde fühlen sie was sie denken. Und bewiesenermaßen müssen wir fühlen, um zu lernen und um uns zu verändern.)

Jemandem Vertrauen zu schenken, heißt, sich ohne Zweifel und Ängste auf ihn einzulassen, bedingungslos. Wenn wir darauf vertrauen, ein Ziel zu erreichen, bedeutet es das Gleiche: Ich zweifle nicht daran und ich habe keine Angst vor den Konsequenzen – ich vertraue darauf, dass alles zum richtigen Zeitpunkt geschieht und kann dadurch loslassen!

Welches DEINER Ziele könnte noch ein wenig „loslassen und Vertrauen“ gebrauchen?

Ich vertraue nun darauf, dass das Buch die Menschen erreicht und dass meine Zeilen sie berühren und die Menschen motiviert, etwas zu verändern!

Diversity Pferde Seminar

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