Besitzt Du selbst ein Pferd oder verbringst Du viel Zeit mit Pferden? Was bedeuten Pferde für Dich?

Für mich persönlich sind Pferde intelligente, soziale und starke Freunde, von denen wir extrem viel lernen können. Viele Menschen sehen Pferde als Nutztiere, Sportgerät oder Unterhaltung – dabei verpassen sie aber die besten Eigenschaften der majestätischen Vierbeiner!

Du fragst dich vielleicht jetzt: Wieso sehen manche Menschen Pferde als Sportgeräte, also als gefühllose Gegenstände zu ihrem Vergnügen? 

Über Jahrtausende hat sich der Mensch daran gewöhnt, Pferde zu benutzen. Als sehr soziales und sensibles Herdentier mag es das Pferd, Führung zu folgen. Viele Menschen nutzen diese Eigenschaft für sich und ihre Zwecke: Deshalb haben viele Pferdebesitzer den Respekt vor der Seele des Tieres verloren bzw. die Seele noch gar nicht entdeckt – weil sie nicht hingeschaut haben. Mit der Zeit wurden Pferde eingesetzt wie Maschinen, die die Felder beackern oder Karren ziehen – und auch viele Sportreiter scheinen ihr Pferd eher als Sportgerät und nicht als Freund zu sehen.

Was für viele Menschen zählt, sind – wie in vielen anderen Lebensbereichen – Leistungen und Erfolge. Das Traurige dabei ist, dass es den allermeisten Menschen gar nicht bewusst ist. Sie tun vieles nur, weil sie es einmal so gelernt haben. Ihnen ist oft nicht bewusst, welchen Schatz sie da an ihrer Seite haben. Irgendwann wurde ihnen beigebracht, wie man mit Pferden „umzugehen hat“ und das tun sie. Aus ihrer Sicht machen sie also alles richtig und deshalb würde ich auch diese Menschen niemals verurteilen – sie wissen es einfach nicht besser und ich freue mich über jeden, den ich erreiche und der danach eine ganz andere Verbindung zu seinem Pferd aufbaut. Für die Menschen, die ihre Pferde allerdings wissentlich als Sportgerät und nicht pferdegerecht behandeln, empfinde ich nur Traurigkeit und Unverständnis.

Was Pferde fühlen und wie sie es zeigen

So wie Du und ich hat auch das Pferd Gefühle. Und aus meiner täglichen Arbeit mit Pferden weiß ich auch, dass Pferde diese Gefühle teilen und an unseren Gefühlen Anteil nehmen. Was genau in einem Pferd vorgeht, versteht natürlich nur ein Pferd. Manche Details sind aber inzwischen wissenschaftlich erforscht: Pferde können sich Schmerzen, aber auch angenehme Gefühle, wie gutes Futter, Streicheln und Massagen, sehr lange, sogar über mehrere Jahre hinweg merken. Auch einzelne Menschen und ihre Stimmen sowie bestimmte Orte vergessen Pferde ihr Leben lang nicht.

Wir wissen von uns selbst: Je mehr schöne Erinnerungen wir haben, desto besser geht es uns. Schlechte Erinnerungen verursachen Ängste und Vermeidungsverhalten – wer ein Pferd also leiden lässt, der fügt ihm für lange Zeit einen Schaden zu. Ganz wie bei uns Menschen. Pferde haben auch eine Mimik, mit der sie einander und uns zeigen, wie es ihnen geht! Selbst Tierärzte und Wissenschaftler haben dies lange nicht beachtet. Schau einem Pferd einmal ins Gesicht und Du wirst es selbst erkennen! So kannst Du auch mehr über Dich selbst lernen: Auch Du bist, wie das Pferd, keine Maschine, die Leistungen und Erfolge erzielen muss. Die wahren Stärken liegen ganz woanders.

Das Pferd bei der Ausbildung für pferdegestütztes Coaching als deinen Freund kennenlernen

Wer, wie ich, intensiv mit Pferden arbeitet – zum Beispiel bei der Ausbildung für Pferdegestütztes Coaching –, der weiß: Pferde haben nicht nur Gefühle, sondern sie zeigen sie auch ganz offen. Sie spüren außerdem unsere Gefühle und Bedürfnisse und können darauf reagieren. Genau das macht sie zu so idealen Partnern für meine Coaching-Ausbildung: Denn im direkten Umgang Pferden kannst Du nicht nur das Pferd, sondern auch Dich selbst ganz neu kennenlernen!

Du siehst also: Wer das Pferd nur als Sportgerät sieht, der verpasst einen wichtigen Teil seines Charakters und seiner Psychologie. In meiner viertägigen Ausbildung möchte ich den werdenden Coaches auch zeigen, was für ein wertvolles Wesen uns da gegenübersteht – und wie Du Dich ganz auf eine interessante, gefühlsbetonte Kommunikation mit dem Pferd einlassen kannst, selbst wenn Du noch nie zuvor einem Pferd so nahe gekommen bist.

Pferde als Coach Ausbildung

Erst vor kurzem durfte ich wieder Zeuge einer wundervollen „Verwandlung“ werden: Ich durfte mit einer erfolgreichen Turnierreiterin und ihrem wunderbaren Hengst arbeiten (coachen). Du hast keine Vorstellung, was uns bzw. ihr der Hengst vermittelt hat. Auch ich bin immer wieder völlig geflasht von dem, was bei den Coachings „passiert“ und was uns die Pferde zeigen. Nach dem intensiven Coaching stand für die Turnierreiterin fest: „Ich werde auf kein Turnier mehr gehen! Bisher habe ich es für andere gemacht. Ich wollte Anerkennung und habe es gegen meinen Willen getan. Ab sofort werde ich alles nur noch für mich und für mein Pferd tun!“

Ich wünschte, du hättest in dem Augenblick dabei sein können, um diese Emotionen von Pferd und Pferdebesitzer wahrzunehmen – eine einmalige Erfahrung!

Viele Grüße,

Deine
Franziska

Büro: Franziska Müller /
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